Picasa 3.6 mit verbesserter Gesichtserkennung
Picasa ist inzwischen zu einem unverzichtbaren Verwaltungs-Programm meiner Bilder geworden. Deshalb habe ich auch nicht auf die neue Version 3.6 in deutsch gewartet und die englische Version installiert. Die Neuerungen bzw. Verbesserungen sind in der Gesichtserkennung, der gemeinsamen Nutzung von Web-Fotoalben mit Freunden, beim Upload wird die JPG-Kompression beibehalten und in den erweiterten Importfunktionen zu finden.
Die Gesichtserkennung hatte ich bisher noch nicht verwendet und war gespannt wie gut diese funktioniert.
Nach der Neuinstallation von Picasa führt es automatisch die Gesichtserkennung durch. Wer dies nicht möchte kann sie ausschalten.
Dies erfolgt im Menu Tools Menüpunkt Options. Im Reiter Name Tags kann durch entfernen des Hakens vor Enable Face Detection die Gesichtserkennung unterbunden werden.
Wenn wir schon beim ausschalten sind, es besteht auch die Möglichkeit einzelne Ordner von der Gesichtserkennung aus zu schliessen.
Dies erfolgt über Menü Tools Menüpunkt Folder Manager. Hier werden alle Ordner innerhalb Picasa angezeigt und für jeden können folgende Einstellungen gewählt werden:
- Scane Once – Ordner nur einmal scannen
- Remove from Picasa – Ordner aus Picasa entfernen
- Scan Always – Ordner immer nach neuen Bildern scannen
- Remove from Facedetection – Ordner von der Gesichtserkennung ausschliessen
Zunächst scannt Picasa die Bilder in den freigegebenen Ordner und erkennt die möglichen Gesichter in den Aufnahmen. Diese Gesichter werden als Thumbnails in dem Ordner unnamed aufgelistet.
Jetzt müssen die einzelnen Thumbnails mit Personen Tags versehen werden. Hierzu bietet Picasa unter jedem Thumbnail ein Eingabefeld für die Erfassung an.
Wird ein neuer Name eingegeben öffnet sich der People Manager und mit dem Button New Person wird diese Person neu angelegt. Zusätzlich können noch weitere Daten zur Person erfasst werden, die aber auch noch später vervollständigt werden können.
Sind erstmal Personen mit Namen erfasst, versucht Picasa eigenständig die Gesichter den Namen zuzuordnen. Die endgültige Zuordnung liegt aber beim Benutzer. Picasa schlägt hierzu teilweise auch verschiedene Namen für die Gesichter vor und der Anwender bestätigt den Vorschlag oder gibt einen neuen Namen ein.
Bei meinem Bildbestand handelt es überwiegend um Familienfotos und ich war erstaunt über die gute Gesichtserkennung. Werden auf den Bildern die Gesichter Frontal abgebildet ist die Erkennung in den überwiegenden Fällen richtig. Dabei konnten sogar Gesichter mit und ohne Bart richtig zugeordnet werden.
Schwierig wird die Erkennung bei Gesichtern im Profil und Personen die sich sehr ähnlich sehen. Hier führten die Bilder meines Bruders und mir immer wieder zu Verwechslungen. Interessant wäre hier z.B. die Bilder von Zwillingen.
Fazit:
Mit der Gesichtserkennung ist es leichter geworden seinen Bilddatenbestand in Ordnung zu halten und Bilder mit bestimmten Personen schnell zu finden. Natürlich ist noch einiges an Handarbeit erforderlich, aber wenn diese erledigt ist macht es richtig Spass nach Personen zu suchen. Dieses Feature in einem kostenlosen Programm ist einmalig.

[...] Fotonoma.de [...]
[...] die Gesichtserkennung, über meine ersten Erfahrungen habe ich schon in dem Artikel Picasa 3.6 mit verbesserter Gesichtserkennung berichtet. Überarbeitet wurde auch die Online-Verwaltung der Fotos im Google-Picasa-Account. [...]
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