Apple stellt Aperture ein

Seit fast zwei Jahren verwende ich nun Aperture und nach der Einarbeitung jetzt der Schock: Apple stellt die Weiterentwicklung von Aperture ein. Eine der letzten Alternativen zu Lightroom fällt weg. Doch dieser Schritt war absehbar, nachdem keine neuen Updates erschienen und auf der WWDC schon ein Nachfolger für iPhoto angekündigt wurde.

Die Webgemeinde regt sich im Moment über diese Entscheidung auf, doch wer ehrlich ist, dieser Schritt ist nur konsequent.

Bisher gibt es Photo unter iOS, iPhoto unter iOS und OSX und Aperture als professionelle Bildbearbeitung unter OSX.  Es ist schon etwas verwirrend mit welcher APP man gerade seine Fotos anschaut, synchronisieren muss und teilweise funktionierte auch das Zusammenspiel nicht. Nun sollen alle drei App’s in dem Nachfolger Photos zusammengefasst werden.

Auf der WWDC wurde Photos von Apple schon als iPhoto Nachfolger angekündigt und erste Details bekanntgegeben. So soll das Speichern und Verwalten der Fotos in der iCloud möglich sein. Mit iOS 8 wird die Fotos-App und die iCloud Fotomediathek einen leichteren Zugang zu den Fotos ermöglichen und zwar auf allen aktivierten Geräten eines Anwenders. So soll die Bearbeitung von Horizonten, Belichtung und Farboptimierung möglich sein. Aber auch weitere individuelle Werkzeuge  für die Bearbeitung der Fotos sollen vorhanden sein. Diese Bearbeitungen werden dann über die iCloud Fotomediathek auf allen Geräten des Nutzers  aktualisiert. iOS 8 Fotos Vorschau.

Das Photos unter OS X soll die Bibliotheken von Aperture importieren können, unbekannt  sind bisher die Möglichkeiten zur Ablage in der iCloud. Aber gerade das RAW-Format im Profibereich benötigt jede Menge Speicherbedarf und die Preise für die Cloud sprechen hier gegen eine Verwendung.

Profi-Funktionen in Photos

Viel diskutiert werden die möglichen Profi-Funktionen in Photos. Die Webseite Macrumors hat den Screenshot von Photos schon einmal auf mögliche, schon erkennbare Funktionen untersucht:

  • Sättigung
  • Körnigkeit
  • Weißabgleich
  • Belichtung
  • Kontrast
  • Helligkeit
  • Schatten

Einen Einblick auf tiefgreifende Profi-Funktionen gibt es nicht und auch Apple hält bisher noch mit Informationen hinter dem Berg, scheinbar will man auch erst die Reaktionen auf die Einstellung von Aperture analysieren.

Einige Stimmen im Netz hoffen auch auf zwei verschiedene Versionen für Photos, eine Konsumer und eine Profi-Version.

Mein Fazit:

Die Entscheidung die bisherigen Foto-Apps durch eine für OSX und iOS zu ersetzen ist nur konsequent und auch richtig. Wer die Entwicklung beider System verfolgt, sieht wie OS X und iOS sich immer ähnlicher werden und zu einem OS zusammenwachsen. Zu hoffen ist die Integrierung  von Profi-Funktionen, vielleicht auch durch Einbau von PlugIns oder durch  InApp-Käufe (individuelle Werkzeuge).

 

 

 

 

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